Waschen

Kunststoffen ein weiteres Leben geben - Kreislaufwirtschaft Wirklichkeit werden lassen

Vecoplan geht einen Schritt weiter. Waschechtes Recycling erlebt auch bei den Polyolefinen eine deutlich erhöhte Nachfrage. Auf die entsprechenden Anforderungen reagieren wir mit der Installation einer vollumfänglichen Demonstrations- und Versuchsanlage, dem Cleanikum, zur Kunststoffreinigung.

Zeit für Vordenker

Die gesellschaftliche Kritik an Kunststoffen wird weiter zunehmen

Spüren auch Sie die Verpflichtung, Ihre Prozesse ökologisch verantwortungsvoll zu gestalten? Dieser hohe Anspruch muss mit der Sicherung von Stabilität und Qualität über die gesamte Lieferkette einhergehen. Eine geeignete Balance zwischen Qualitätsgewinn und eingesetztem Aufwand muss gefunden und die Aufbereitungsverfahren im Hinblick auf den Energie- und Wasserverbrauch optimiert werden.

Für eine Aufbereitungstechnologie mit sehr guter Ökobilanz weicht Vecoplan von konventionellen Wegen ab und ersetzt den etablierten Vorwäschevorgang (meist in Form von Schwimm-Sink-Trennung) durch eine trockenmechanische Vorreinigung. Erfahren Sie im Folgenden alles über das Konzept des erweiterten Vecoplan-Portfolios der Waschtechnik sowie unserer Demonstrations- und Versuchsanlage.

Werden Sie mit uns zum Visionär.

Welches Material können Sie waschen?

Die Anlage ist ausgelegt auf die Reinigung von Polyolefinen (LDPE, HDPE, PP) wahlweise in Form von

  • Post Consumer Folien // PE Folien < 40 mm
  • dünnwandigen Hartkunststoffen (Flaschenware) HDPE/PP Flaschen < 25 mm

Der Fokus lag bei der Konzeption wie bei der Umsetzung auf dem Austausch mit einem Netzwerk, das zu den hohen Qualitätsansprüchen der Vecoplan AG passt. Eine Symbiose, von der Sie und wir profitieren!

Ressourcen schonen

Dafür schlägt unser Herz

Der Ersatz der konventionellen Vorwäsche wie im Fall von Schwimm-Sink-Trennung durch mechanische Trockenreinigung bedeutet:

  1. Deutliche Einsparung von Frischwasser
  2. Reduzierung der Abwassermenge
  3. Verbesserung der Wasserqualität des Prozesswassers
  4. Erhöhung der Reinigungswirkung im Waschprozess
  5. Erhöhung der Durchsatzleistung durch niedrigere Verweilzeiten
  6. Verbesserung der Qualität des Rezyklats

Der bewusste Verzicht auf thermische Trocknung durch den Einsatz einer Pressschnecke für Folien bzw. eines mechanischen Trockners für dünnwandige Hartkunststoffe sorgt für

  1. Deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs und der Abwärme
  2. Erzielbare Restfeuchte für Folien ca. 5-6%, für Hartkunststoffe ca. 2%: Werte, die für einen Extruder völlig unproblematisch sind

Die integrierte Wasser- und Laugenaufbereitungsanlage unterstreicht den Anspruch eines verantwortungsbewussten Umgangs mit unseren Ressourcen.

1
Hier kann uns keiner das Wasser reichen: Der Grundstein effektiver Reinigung liegt in der Zerkleinerung, unserer Kernkompetenz seit der ersten Stunde!
2
Mit allen Wassern gewaschen: Waschtechnologie erfordert hohe Schnittstellenkenntnisse. Expertise, die Vecoplan aus vielen Gesamtanlagenprojekten innehat!
3
Uns wirft man nicht ins kalte Wasser: Von jeher verfolgen wir den Ansatz, Ihnen exakt auf Sie bzw. Ihr Material und den gewünschten Output zugeschnittene Lösungen zu liefern.
4
Nicht nur sauber, sortenrein? Auf Ihren Wunsch kümmern wir uns um die anspruchsvolle Separation von Polysterolen o.ä. für höchstwertige Reinigungsgüte
5
Das Wasser ist am besten an der Quelle: Wir beraten - Sie entscheiden, ob rein trockene oder Trocken-Nass-Reinigung, ob kalt oder heiß, ob mit Lauge oder ohne.

Die Vision

Unsere Waschtechnologie ist auf zwei Materialgruppen ausgelegt und verwandelt wahlweise PE Folien, HDPE oder PP Flaschen in extrudierfähige hochwertige Flakes, die in der Gebrauchsgüter- und Kosmetikindustrie ein zweites Leben erhalten.

Dabei weicht unser Konzept bewusst vom Standard ab. Wir schwimmen gegen den Strom, um neue Möglichkeiten aufzuzeigen und auszuschöpfen.

Neben der Trockenreinigung zu Prozessbeginn fiel unsere Entscheidung in der nassmechanischen Reinigung auf den Einsatz einer HeißwäscheDiese ist wesentlich ressourcenschonender, da sie mit einer geringeren Anzahl chemischer Zusätze auskommt. Diese Ökobilanz wird auch durch den Verzicht auf eine thermische zugunsten einer mechanischen Trocknung gestärkt. Komplettiert wird das Konzept durch eine integrierte Prozesswasseraufbereitung.

Das Ergebnis

Schritt für Schritt zum extrudierfähigen hochwertigen Flake

Die Vorzerkleinerung sowie die Eisenabscheidung findet im Vecoplan Technologiezentrum nur 15 Autominuten entfernt statt – der Transport der Fraktion in das Cleanikum erfolgt in Containern und gelangt über die entsprechende Fördertechnik in die trockenmechanische Vorreinigung.

Dort erfolgt zunächst die Abtrennung von Schwerstoffen und Grobteilen bevor es zum Herzstück dieses Aufbereitungsabschnitts, dem Zyklon mit Zellradschleuse, geht. Durch immer dünner werdende Folien vergrößern sich die zu reinigenden Oberflächen immens. Ohne den Einsatz von Frischwasser werden Verschmutzungen wie Papieretiketten und Lebensmittelreste durch hohe Beschleunigungs- und Reibungskräfte zerfasert. Während der gesäuberte Kunststoff aus dem Prozess gesaugt wird, verlassen die abgeschleuderten Schwerfraktionen sowie Staub in jeweils einem separaten Strom mit entsprechender Förder- und Anlagentechnik (wie bspw. Gebläse, Austragsschnecken, Entstaubungsanlage, Rotationsabscheider) den Reiniger. Das Verfahren arbeitet kontinuierlich und erlaubt hohe Durchsätze.

Die Nassaufbereitung erfolgt in einer Vielzahl von Arbeitsschritten, um den angestrebten Reinigungsgrad für die Verwendung in der Gebrauchsgüter- und Kosmetikindustrie zu erreichen. Die Kernkomponenten sind hier neben immer wieder eingesetzten Friktionswäschern vor allem die Laugenwäsche mit NaOH (Natriumhydroxidlauge) und die Heißwäsche bei 90°. Das Inputmaterial wird mittels Förderschnecken von Station zu Station transportiert – die dadurch entstehende Reibung trägt zusätzlich zur Reinigungsleistung bei, weshalb die Förderstrecken bewusst diagonal und damit länger konzipiert sind.

Dabei setzt Vecoplan auf hohe Automatisierungsgrade, die heterogenem Aufgabematerial gewachsen sind. Dies trägt dazu bei Stillstandzeiten zu vermeiden und den Personalaufwand gering zu halten.

Am Ende der nassmechanischen Reinigung erfolgt mittels Materialsplitter die Trennung von LDPE oder HDPE, da je nach Material abweichende Anlagentechnik notwendig ist.

Sowohl die Lauge als auch sämtliches Wasser werden inhouse in einer unmittelbar an den Kreislauf angeschlossenen betrieblichen Abwasseraufbereitungsanlage aufbereitet, um den Einsatz von Frischwasser, Lauge und Industriereiniger auf ein Minimum zu reduzieren und ein nachhaltiges Recycling zu fördern.

Das durch die vorangegangene Nassaufbereitung gewaschene Material wird in der Nachzerkleinerung zunächst in der Nassschneidmühle auf die gewünschte homogene Größe gebracht und erhält eine letzte Reinigung in der Friktionswäschereinheit. In der darauffolgenden Entwässerungsschnecke wird das Material mittels Druck getrocknet und schlussendlich in der Befüllstation zum Abtransport in Big Bags gefüllt.

Das Material weist eine Restfeuchte von 5-6 % auf und ist nun bereit zum Extrudieren.

Die dünnwandigen Hartkunststoffe werden im Turbotrockner getrocknet bevor auch sie in der Big Bag Befüllstation ihren Abtransport erfahren.

Das Material weist eine Restfeuchte von 2 % auf und ist nun bereit zum Extrudieren.

Die Waschkomponenten

Technische Highlights

Zyklon

- Schleißfeste Ausführung des Innenraumes aus gehärtetem Stahl
- Austauschbare Rotorplatten
- Ventilator erhöht Durchsatz und verhindert Verstopfungen
- Störungsfreier Dauerbetrieb über sehr lange Zeiträume

Friktionswäscher

- Optimiert für Folien und dünnwandige Hartkunststoffe
- Waschung unter hoher Zentrifugalwirkung (400-700 U/min)
- Ableitung des Schmutzwassers als Gegenstrom sorgt für Tiefenreinigung durch Reibung

Laugenwäsche

- Pneumatische Auto-Dosierung für optimale Laugenzusammensetzung
- Automatische Temperaturregelung, Wasserstandsensorik, Wärmestabilisation und -dämmung
- Wechselwirkung von Verdampfung und Schmutzfänger für effektive Reinigung

Heißwäsche

- Hohe Waschleistung bei geringem Energieverbrauch durch Erhitzung bei 6 bar Druck auf 90º C mit Dampf
- Entfernt starke Verschmutzungen wie Klebstoffe, Etikettenreste, Gerüche, Öl und Lebensmittelrückstände

Entwässerungsschnecke

- Auspressen des Restwassers bis hin zur gewünschten extrudierfähigen Restfeuchte
- Benötigt nur etwa ein Drittel der Energie im Vergleich zur thermischen Trocknung

Mechanischer Turbotrockner

- Flaketrocknung durch Bewegungsenergie

Das Cleanikum in Zahlen

ca. 470
m² Produktionsfläche
bis ca. 750
kg/h Kapazität
ca. 4 m
nutzbare Hallenhöhe
2 %
bis 6 % Restfeuchte
Martina Schmidt
Leitung Geschäftsbereich Recycling | Waste

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Cathrine Rekett
Leitung Anwendungstechnik - Geschäftsbereich Recycling | Waste

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