Keine Spuren in der Umwelt hinterlassen • Vecoplan AG

Keine Spuren in der Umwelt hinterlassen

Lager-, Dosier- und Fördertechnik von Vecoplan® unterstützt Kronospan Luxembourg, fossile Brennstoffe durch nachhaltige zu ersetzen und einem Biomasse-Heizkraftwerk zuzuführen.

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Vecoplan® lieferte die entsprechenden Anlagen und passte sie an die vorhandene Gebäudestruktur an.

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Dazu investiert der Hersteller in ein Biomasse-Heizkraftwerk.

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Der Förderer transportiert das Material mit einer Steigung von 45 Grad zum Kesselhaus.

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Kronospan Luxembourg fertigt und veredelt Holzwerkstoffe wie mitteldichte Faserplatten, Grobspanplatten und Laminatfußböden.

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Alle Anlagen sind mit besonders energieeffizienten Motoren und Aggregaten ausgestattet.

 

Die Kronospan Luxembourg S. A., Hersteller und Veredler von Holzwerkstoffen, hat im Rahmen eines EU-Projekts ihr Ziel klar formuliert: Das Unternehmen möchte den CO2-Ausstoß deutlich verringern und fossile Brennstoffe überwiegend durch erneuerbare Energien aus Rinde und Holzabfälle ersetzen. Dazu investiert der Hersteller in ein Biomasse-Heizkraftwerk. Um das unterschiedliche Material effizient zu lagern, zu dosieren und zu fördern, lieferte die Vecoplan® AG die entsprechenden Anlagen und passte sie an die vorhandene Gebäudestruktur an.

Das Werk in Luxemburg fertigt und veredelt Holzwerkstoffe wie mitteldichte Faserplatten, Grobspanplatten und Laminatfußböden. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Umweltauswirkungen seiner Produktionsstätte zu reduzieren. Seit 2012 beteiligt sich Kronospan Luxembourg an dem Projekt ‚Factory for the Future‘, das von der EU gefördert wird. Unter anderem hat sich das Werk damit zum Ziel gesetzt, 80 Prozent seiner CO2-Emissionen einzusparen und fossile Brennstoffe zu 90 Prozent durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Strom und Wärme aus Biomasse
Da die Produktion sehr viel Energie erfordert und Abfälle wie Rinde, Holzreste oder Sägemehl ideale Energielieferanten sind, beschlossen die Verantwortlichen, diese feste Biomasse effizient zu nutzen, um daraus unter anderem die erforderliche Prozesswärme bereitzustellen. Dazu beauftragte der Hersteller den Industrie- und Kraftwerkstechnik-Anbieter Bertsch Energy Austria aus dem österreichischen Bludenz mit der Konzeption und Lieferung eines passenden Biomasse-Heizkraftwerks. Um das Material zu lagern, zu fördern und zu dosieren, nahm Bertsch Energy Austria als Generalunternehmer die Vecoplan® AG mit ins Boot.

Das Unternehmen mit Sitz in Bad Marienberg im Westerwald entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Ressourcen- und Recyclingwirtschaft. „Zu unseren Aufgaben gehören auch Dienstleistungen wie Planung, Beratung, ein ganzheitliches Projektmanagement, ein umfassender Service sowie Montage-, Inbetriebnahme- und Wartungsarbeiten“, erklärt Vecoplan®-Projektleiter Patrick Pfeiffer. Das Aufgabematerial stellte eine besondere Herausforderung dar: Dieses besteht unter anderem aus nasser Rinde. Dabei kann der Wassergehalt bei 15, aber auch bei 55 Prozent liegen. „Im Extremfall bringt dieses Produkt bis zu 450 Kilogramm pro Kubikmeter auf die Waage“, erläutert Pfeiffer. Dazu kommen Holzwolle, sehr feines und leichtes Sägemehl sowie Resthölzer mit deutlichen Überlängen.

Angepasste Standardlösungen
In enger Abstimmung mit Bertsch Energy Austria beriet Vecoplan® die Verantwortlichen von Kronospan Luxembourg, plante und konzipierte die erforderlichen Anlagen, fertigte und montierte diese und nahm sie in Betrieb. „Weil alle Gebäude bereits standen, haben wir die Anlagenkomponenten an die Fertigungsstruktur entsprechend angepasst“, erinnert sich Pfeiffer. Die Techniker planten beispielsweise einen der Förderer so, dass er zwischen Gebäude und einem Silo, sowie unterhalb einer Heisgas- und Pneumatikleitungen durchführt. „Bei unseren Anlagen handelt es sich um Standardlösungen, die wir stets an die individuellen Anforderungen anpassen“, erklärt der Projektleiter.

Das Aufgabematerial kommt zum einen direkt von der Produktion, zum anderen liefern Lkw weitere Biomasse an. In beiden Fällen transportieren Radlader diese zu einem Schub-Zug-Boden, den Vecoplan® in eines der Bestandsgebäude eingebaut hat. Er besteht aus hydraulisch angetriebenen nebeneinanderliegenden Schubstangen. Diese bewegen sich wechselseitig langsam über den Boden des Bunkers vor und zurück. Dadurch gelangt das Material in eine Vibrorinne, die als Austrageförderer dient. Über Vibration wandert die Masse inklusive der langen Holzstücke nach vorn zu einem Muldengurtförderer. Der modular aufgebaute Stetigförderer ist mit verschiedenen Gurtreinigungs-, Sicherheits- und Überwachungssystemen ausgerüstet. „Wir haben an der Übergabestelle zwischen Förderband und Scheibensieb zum Beispiel einen Magneten angebracht“, beschreibt Pfeiffer. Dieser separiert eisenhaltige Metalle wie Schrauben oder Nägel aus der Masse. „Unser Magnet ist so stark, dass er sogar einen Gullideckel herausziehen kann“, ist Pfeiffer begeistert.

Der Muldengurtförderer transportiert das Material zu einem Zweisegment-Scheibensieb, der die Biomasse unter anderem von den überlangen Holzlatten trennt. Das Gut-Material fällt nach unten auf einen um 45 Grad ansteigenden Kratzkettenförderer, der das Material im Untergurt zum Kesselhaus transportiert. Im Aufgabenbereich decken Winkel die Ketten ab, damit kein Material in die Förderketten gelangen kann. „Um einen freien Fahr- und Arbeitsweg sicherzustellen, haben wir den Kratzkettenförderer so konstruiert, dass wir einen Stützenabstand von bis zu 22,5 Metern erreichen“, erklärt Pfeiffer. Im Kesselhaus gelangt das Schüttgut auf einen weiteren Muldengurtförderer, der es in einen Vorlagebehälter schüttet. „Um die volle Kontrolle über das Material zu haben und den Durchsatz kontrollieren zu können, haben wir den Förderer mit einer Wiegezelle und einem neu entwickelten Restguträumer ausgerüstet“, sagt Pfeiffer. Alle Anlagen sind mit besonders energieeffizienten Motoren und Aggregaten ausgestattet.

Mehr als nur liefern
Besonderen Wert hat Vecoplan® bei der Konzeption auf eine einfache und wirtschaftliche Zugänglichkeit der Anlagenkomponenten gelegt. „Gerade das Scheibensieb muss schnell von Störstoffen befreit werden können“, sagt Pfeiffer. Für die Wartung haben die Vecoplan®-Berater die Servicetechniker von Kronospan entsprechend geschult, damit diese die Arbeiten selbst übernehmen können. „Wir haben unsere Anlagen außerdem so gestaltet, dass sich Wartungseinheiten wie etwa Schmierungsarbeiten zeitlich zusammenlegen lassen. Ziel ist stets, den Service für die Kunden so einfach wie möglich zu gestalten.“

Nicht nur Technik, auch Beratung
Heute läuft die Anlage rund um die Uhr. Im Schnitt fördert sie etwa 100 Kubikmeter Biomasse in der Stunde. Doch damit das Projekt "Factory of the Futue noch lange nicht abgeschlossen. Es wird weitergehen – mit Lösungen von Vecoplan®.

 

 

PM Kronospan D