Interview mit Martina Schmidt, Leiterin des Geschäftsbereichs Recycling I Waste der Vecoplan AG • Vecoplan AG

Interview mit Martina Schmidt, Leiterin des Geschäftsbereichs Recycling I Waste der Vecoplan AG

„Qualität kennt keine Kompromisse“

Weg vom Nutzen-und-Wegwerfen, hin zum Wiederverwenden, mehrfach Nutzen und Weitergeben. Trotz stetig steigender Abfallmengen muss es gelingen, sinnvoll und nachhaltig mit Ressourcen umzugehen. In einer Kreislaufwirtschaft wird der Ressourcenbedarf reduziert, und dem Recycling kommt eine Schlüsselposition zu. Die Vecoplan AG bietet dafür Maschinen und Anlagen, die Primär- und Sekundärrohstoffe zerkleinern, fördern und aufbereiten – und damit den Grundstein für ein funktionierendes Recycling bieten. Welche Anforderungen an die Zerkleinerungstechnik gestellt werden, weiß Martina Schmidt, Leiterin des Geschäftsbereichs Recycling I Waste.

Frau Schmidt, welche Anforderungen werden heute an die Zerkleinerungstechnik gestellt?

Martina Schmidt: Um Kreisläufe schließen zu können, gilt es, Downcycling zu vermeiden und die Akzeptanz von Rezyklat auf der Abnehmerseite zu erhöhen. Damit einher geht ein hoher Qualitätsanspruch an die eingesetzte Anlagentechnik. Eine häufig unterschätzte Komponente steht ganz am Anfang einer jeden Wiederaufbereitung: der Schredder. Kunststoffe haben die unterschiedlichen mechanischen und thermischen Eigenschaften. Das Aufgabematerial weist verschiedene Verschmutzungsgrade auf und ist teilweise stark störstoffbehaftet. Die richtige Auswahl des Schredders ist Garant für die Prozessstabilität: hohe kontinuierliche Durchsatzleistung, homogene Korngrößenverteilung mit geringer Streuung.

Wie unterstützt Vecoplan die Recyclingunternehmen bei diesen vielfältigen Inputmaterialien?

Martina Schmidt: Die Recycling- und Entsorgungswirtschaft hat sich der Aufgabe angenommen, leistungsfähige Anlagen zu betreiben, die dem Markt gleichbleibend gute Qualität an Rezyklat zur Verfügung stellen. Der Schredder hat dabei eine entscheidende Rolle. Unsere Produktentwicklungen und -innovationen zielen auf höhere Flexibilität und breites Aufgabespektrum ab. Der Schredder ebnet dem nachfolgenden Prozess den Weg zu mehr Produktivität und Profitabilität: die richtige Auswahl der Schneideinheit, perfekte Abstimmung und Auswahl des Programms, hohe und flexible Schneidkraft oder auch einfache und exakte Einstellung des Schnittspalts, um nur einige wichtige Eckpunkte zu nennen. Dies natürlich alles gepaart mit der höchstmöglichen Verfügbarkeit und einfachster Wartung bei größtmöglichem Bedienkomfort. Dafür stehen wir und unsere Schredder.

Wie finden Sie für jeden Anwendungsfall die passende Lösung?

Martina Schmidt: Wir arbeiten bei der Entwicklung eng mit unseren Kunden zusammen. In den vergangenen Jahren kamen Verarbeiter mit immer neuen Herausforderungen auf uns zu. Unter den Kunden befanden sich auch Unternehmen, die bei anderen Herstellern keine zufriedenstellende Lösung erhielten. Wir entwickeln Schredder, die wir in zahlreichen Versuchen in unserem Technologiezentrum genau auf die individuellen Anwendungen abstimmen. Alle Versuche werden dokumentiert, dem Kunden zur Verfügung gestellt und in unsere Datenbank aufgenommen. Diese beinhaltet mittlerweile mehr als 2.000 Tests. In Echtzeit werden Output-Materialtemperatur, Lärmemission, Drehmomente und Schnittkräfte überwacht und aufgezeichnet. Ein internes Labor zur Feuchtigkeitsmessung, Korngrößen- und Dichtebestimmung sowie Materialprüfung ist vorhanden.

Im Laufe der Jahre haben wir uns so einen enormen Wissensstand erarbeitet und dies nicht nur in der Theorie, sondern vor allem in der Praxis. Vecoplan hat im Markt die längste Erfahrung im Bereich der langsam laufenden Einwellenschredder.

Um zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln, bedarf es der richtigen Personen im jeweiligen Geschäftsfeld. Wie sieht das im Bereich Recycling I Waste aus?

Martina Schmidt: Wie in den anderen Geschäftsfeldern bei Vecoplan auch, besteht unser Team aus absoluten Spezialisten. Dazu gehören Kunststoff- und Anwendungstechniker, Maschinenbauer, Vertriebsprofis und Projektmanager. Wir bündeln im Geschäftsbereich nicht nur sehr viel technisches Know-how, sondern auch umfangreiche persönliche Erfahrung.

Wie zeigt sich dies in Ihren Entwicklungen?

Martina Schmidt: Die Expertise führt letztlich in die Entwicklung neuer Technologien wie unsere neue Schredder-Baureihe VIZ, die wir im Oktober vergangenen Jahres erstmals auf der K in Düsseldorf vorgestellt haben. Die Initialen stehen für Vecoplan Infinity Zerkleinerer. Der einstufige Schredder stellt eine Lösung für alle Input-Materialien dar. Durch das Konzept der geschraubten Werkzeughalterplatten mit variabel ausführbaren Schneidkronengrößen gehören Rotorwechsel der Vergangenheit an. Grenzenlose Flexibilität auch in der Antriebstechnik – variabel einstellbarer Drehzahlbereich, Fremdkörpererkennung, hohe Dynamik im Antrieb durch schnelles Reversieren und Wiederanlaufen, höchst mögliches Drehmoment bei niedriger Drehzahl, problemloser Anlauf bei gefüllter Maschine. Paaren wir dies mit absoluter Bedienerfreundlichkeit, hoher Verfügbarkeit und niedrigen Betriebskosten und der VIZ trägt seinen Namen zu Recht: No limits.

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